Freitag, 15. Dezember 2017

Der älteste Plesiosaurier war ein guter Schwimmer

     Plesiosaurier waren ganz besonders effektive Schwimmer. Diese längst ausgestorbenen „Paddelechsen“ vollführten in den Weiten des Weltmeeres den sogenannten „Unterwasserflug“ – ähnlich Meeresschildkröten oder Pinguinen. Paläontologen der Universität Bonn haben nun zusammen mit Kollegen aus Japan und Frankreich den bislang ältesten Plesiosaurier beschrieben: Er stammt aus dem Erdzeitalter der Trias und ist rund 201 Millionen Jahre alt. Das Journal „Science Advances“ berichtet nun über die Ergebnisse. 

Vulkanologie - Was die Gewalt eines Ausbruchs bestimmt

     Rhyolith-Vulkane brechen mal explosiv, mal gemächlich aus. LMU-Professor Donald Dingwell zeigt erstmals, woran das liegt – entscheidend ist die Chemie.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Auf den Spuren von Jacques Cousteau

  FRANKFURT.    Aus dem berühmten Blue Hole im Karibischen Meer barg das Team des französischen Meeresforschers Jacques Cousteau 1970 einen ungewöhnlichen Stalaktiten. Was er über das Klima seit der letzten Eiszeit verrät, erklärt der Geowissenschaftler Eberhard Gischler von der Goethe Universität in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Journal of Sedimentary Research“.

Rest-Spannung trotz Megabeben

     Am ersten Weihnachtstag 2016 bebte in Südchile die Erde. In der gleichen Region ereignete sich 1960 das stärkste jemals gemessene Erdbeben überhaupt. Ein Vergleich von Daten aus seismischen Messungen und Landvermessungen beider Erdbeben ergab, dass ein Teil der freigesetzten Energie des 2016er Bebens älter als 56 Jahre sein muss. Demnach hatte das Beben im Jahr 1960 trotz seiner immensen Stärke nicht alle Spannungen im Untergrund abgebaut. Die Studie von Forschenden des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Universidad de Chile ist jetzt in der Fachzeitschrift Geophysical Journal International erschienen.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Neues Kompetenzzentrum Mineral- und Heilwasser

     Bundesweit einzigartige Einrichtung am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Humanernährung der Leibniz Universität eröffnet

Uralter Vogel mit Übergrößen-Frack - Neuer fossiler Riesenpinguin in Neuseeland entdeckt

Senckenberg-Wissenschaftler Dr. Gerald Mayr hat gemeinsam mit einem neuseeländischen Team eine bisher unbekannte fossile Riesenpinguinart beschrieben. Aus den Knochenfunden lässt sich ableiten, dass der Pinguin zu Lebzeiten eine Größe von mehr als 1,7 Metern und ein Körpergewicht von etwa 100 Kilogramm erreichte. In ihrer heute im Fachjournal „Nature Communications“ erschienenen Studie zeigen die Forscher, dass „Gigantismus“ keine Seltenheit bei frühen Pinguinen war und sich vermutlich als Folge der Flugunfähigkeit dieser Vögel entwickelte.


Kumi bedeutet in der Sprache der Maori Monster, manu ist das Wort für Vogel – aus dem Artnamen des neuentdeckten Pinguinfossils, Kumimanu biceae, lässt sich also schon ableiten, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Fund handelt.
„Wir haben Flügel und Beinknochen dieses Pinguins untersucht und schnell gemerkt, dass es sich um eine bisher unbekannte Art handelt“, erläutert Dr. Gerald Mayr vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt und fährt fort: „Aus der Größe der Knochen lässt sich ableiten, dass dieser Pinguin mehr als 1,7 Meter groß wurde und über 100 Kilogramm wog“.
Der neue Fund gehört folglich zu den größten fossilen Pinguinarten und wird in seiner Körpergröße nur von einem fossilen Vogel aus der Antarktis übertroffen, der allerdings nur von sehr bruchstückhaften Resten bekannt ist.

Die versteinerten Überreste des Riesenpinguins stammen aus der Region Otago auf der Südinsel von Neuseeland. „Datierungen zeigen, dass der Vogel in der Zeit des späten Paläozäns, also vor circa 59 bis 56 Millionen Jahren, lebte“, erklärt Mayr und ergänzt: „Die Fossilien gehören demnach zu den ältesten bekannten Funden von Pinguinen und es ist bemerkenswert dass schon diese frühesten Formen enorm groß waren.“

In ihrer Studie zeigen der Frankfurter Ornithologe und seine neuseeländischen Kollegen zudem, dass es sich bei dem neuen Fund auch um eine stammesgeschichtlich sehr ursprüngliche Art handelt, die sich von bisher bekannten Riesenpinguinen aus erdgeschichtlich jüngeren Epochen des Eozäns und Oligozäns klar unterscheiden. „Kumimanu zeigt, dass ein Riesenwuchs bei frühen Pinguinen keine Seltenheit war und bereits in dem frühesten Evolutionsabschnitt dieser Vögel“, fügt Mayr hinzu.


Die Wissenschaftler vermuten, dass sich das Riesenwachstum als eine Folge der Flugunfähigkeit der Seevögel entwickelte. Das wirft die Frage auf, warum es heutzutage keine Pinguingiganten mehr gibt. Das Forscherteam um Mayr hat hierzu eine These: „Riesenpinguine haben sich bald nach dem großen Massenaussterben am Ende der Kreidezeit vor etwa 66 Millionen Jahren entwickelt. Möglicherweise trug das Verschwinden großer Meeresreptilien dazu bei, dass Pinguine neue ökologische Nischen erobern konnten. Mit dem späteren Auftreten großer mariner Räuber, wie Robben oder Zahnwale, hatten Riesenpinguine allerdings wieder Konkurrenten und Fressfeinde – dies könnte zu ihrem Aussterben geführt haben.“ Der Senckenberg-Wissenschaftler und seine Kollegen hoffen nun auf weitere Funde, die Licht in diese und neue Fragestellung bringen.

Publikation
Gerald Mayr, R. Paul Scofield, Vanesa L. De Pietri & Alan J.D. Tennyson (2017): A Paleocene penguin from New Zealand substantiates multiple origins of gigantism in fossil Sphenisciformes.
NATURE COMMUNICATIONS 8 DOI: 10.1038/s41467-017-01959-6 www.nature.com/naturecommunications

Judith Jördens Senckenberg PressestelleSenckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen


Dienstag, 12. Dezember 2017

Simon's Cat | GUIDE TO Humans

Winzige Eisverluste an den Rändern der Antarktis können Eisverluste in weiter Ferne beschleunigen

     Wenn kleine Flächen des schwimmenden Eises an der Küste der Antarktis dünner werden, kann das die Bewegung von Eis beschleunigen, das hunderte Kilometer entfernt auf dem Festland aufliegt. Das zeigt eine neue Studie. Es ist bekannt, dass die schwimmenden Eisschelfe, die den Kontinent umgeben, die Eissströme vom Land in den Ozean regulieren. Bisher wurde angenommen, dass der Eisfluss besonders anfällig ist für das Abschmelzen an der Unterseite der Schelfe nahe der Aufschwimmlinie, wo das Eis vom Land ins Meer fließt.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Mainzer Physiker schlagen neue Methode zur Überwachung von Atommüll vor

     Wissenschaftler zeigen Szenarien zur Nutzung von Neutrinodetektoren in atomaren Zwischenlagern auf

Regionaler Klimawandel: Trocken im Südwesten, feucht im Nordosten Deutschlands

     Führende Klimaforscher in Deutschland, darunter Forscher der Uni Hohenheim, stellen erstmals aktuelle belastbare Klimaprojektionen für Deutschland und die Flusseinzugsgebiete vor.

THE FORCE: A musical tribute to Princess Leia

London Lecture: Earth Vs Venus_ November 2017

Why Earth developed into the crucible of life, and Venus into a hostile wasteland


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Facettenaugen sind ein evolutionärer Dauerbrenner

     Moderne Facettenaugen folgen in ihrem Konstruktionsprinzip im Wesentlichen einer schon mehr als 500 Millionen Jahre alten Funktionsweise. Das ergaben Untersuchungen an fossilen Trilobiten, ausgestorbenen Verwandten von Spinnentieren und Krebsen. Nur die Linsen heutiger Facettenaugen fehlten noch bei diesen Gliederfüßern. Der Artikel von Brigitte Schoenemann et al. ist in der aktuellen Ausgabe der Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschienen.

europäische Pflanzen auf anderen Kontinenten - Startvorteil durch Menschenhand

     Internationales Forschungsteam mit Konstanzer Beteiligung veröffentlicht Studie zur Ausbreitung europäischer Pflanzenarten auf anderen Kontinenten
• Dokumentation der aus Europa auf andere Kontinente verschleppten Pflanzenarten
• Pflanzenarten aus stark von Menschen veränderten Lebensräumen sehr erfolgreich bei der Verbreitung auf anderen Kontinenten • Pflanzen aus vom Menschen veränderten Lebensräumen haben Startvorteile

Dienstag, 5. Dezember 2017

Jedes Sandkorn ist eine Metropole für Bakterien

     Auf einem einzelnen Korn leben bis zu 100.000 Mikroorganismen aus tausenden von Arten.

Ur-Archaeopteryx ist gar keiner

     LMU- und SNSB-Paläontologen decken eine Fehldeutung auf: Der allererste fossile Fund eines Archaeopteryx-Fossils ist in Wirklichkeit ein Raubsaurier aus der Gruppe der Anchiornithiden, die bisher nur aus dem heutigen China bekannt waren.

Donnerstag, 30. November 2017

Dienstag, 28. November 2017

Montag, 27. November 2017

Exkursionsführer zum Yellowstone Nationalpark


Vom USGS gibt es einen Führer zu den hydrothermalen und vulkanischen Landschaften des Yellowstone Nationalparks


Old Faithfull

Geologic field-trip guide to the volcanic and hydrothermal landscape of the Yellowstone Plateau

Donnerstag, 23. November 2017

Megalodon: The Most Ferocious Giant Shark In History - Earth Unplugged

Fast Food (A Thanksgiving Special) - Simon's Cat

Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

     Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein. Voraussetzung dafür ist, dass der Mond einen porösen Kern hat, sodass Wasser des darüberliegenden globalen Ozeans in den Kern eindringen kann und dort durch die Reibungswärme erhitzt wird. Das zeigt eine Computersimulation, die im Rahmen der europäisch-amerikanischen Cassini-Huygens-Mission entstanden ist. Sie bietet auch eine Antwort auf die lange ungelöste Frage, woher die Energie stammt, die die Existenz von flüssigem Wasser auf dem kleinen, kryovulkanisch aktivem Mond fern der Sonne ermöglicht.

Klimawandel begünstigt Methanfreisetzung aus Gewässern

     Es ist ein Teufelskreis: Infolge des Klimawandels und steigender Temperaturen tritt immer mehr Methan aus Binnengewässern auf der ganzen Welt aus. Die Freisetzung des Treibhausgases Methan wiederum führt zu einem weiteren Temperaturanstieg und einer Beschleunigung des Klimawandels. WissenschaftlerInnen vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) waren an einer niederländischen Studie beteiligt, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Methanemissionen aus Gewässern zeigt. Ein Temperaturanstieg von nur einem Grad Celsius steigert die Methanfreisetzung um sechs bis 20 Prozent.

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt

     Das EU-Projekt „Nunataryuk“ erforscht die Permafrostgebiete der Welt. Es untersucht die Folgen für das weltweite Klima und die Bewohner der Arktis. Doch nicht nur das: Zusammen mit Bürgern der arktischen Region werden die Forscher Zukunftsstrategien entwickeln, mit denen die Bevölkerung den Veränderungen in ihrer Heimat begegnen kann.

Mittwoch, 22. November 2017

Everything you ever wanted to know about perovskite, Earth’s most abundant type of mineral—that we almost never see

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

Wie tief kann Meerwasser durch Risse und Spalten in den Meeresboden eindringen? Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat nun mit Hilfe eines neuen Analyseverfahrens herausgefunden, dass das Wasser in Tiefen von mehr als 10 Kilometer unterhalb des Meeresbodens vordringen kann. Dies hat einen stärkeren Kühlungseffekt des heißen Erdmantels zur Folge. Die Studie wurde in der internationalen Fachzeitschrift Contributions to Mineralogy and Petrology veröffentlicht.

Climate changes triggered immigration to America in the 19th century

     From Trump to Heinz, some of America’s most famous family names and brands trace their origins back to Germans who emigrated to the country in the 19th century. Researchers from the University of Freiburg have now found that climate was a major factor in driving migration from Southwest Germany to North America during the 19th century. The results are published today in Climate of the Past, a journal of the European Geosciences Union.

Klimatische Extreme lösten Migration aus

     Freiburger Forscher veröffentlichen Studie zur Auswanderung Süddeutscher im 19. Jahrhundert

Erfolgreicher Projektabschluss: DFKI-Roboter erkunden autonom Lavahöhlen auf Teneriffa

     Vom 5. bis zum 19. November 2017 führte eine zweiwöchige Feldtestkampagne Forscher vom Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) auf die Kanareninsel Teneriffa. Dort testeten sie die im Projekt Entern entwickelten Algorithmen zur autonomen Exploration von Lavahöhlen auf den Robotern CREX und Asguard IV. Die Kampagne bildete den Abschluss des Projektes, in welchem der DFKI-Forschungsbereich gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Robotik der Universität Bremen – beide unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. Frank Kirchner – die Einsatzmöglichkeiten von Robotersystemen zur Erkundung planetarer Krater und Höhlen erforschte.

ESO-Beobachtungen zeigen: Erster interstellarer Asteroid mit nichts vergleichbar, was wir kennen

Zum ersten Mal haben Astronomen in unserem Sonnensystem einen Asteroiden untersucht, der aus dem interstellaren Raum stammt. Beobachtungen mit dem Very Large Telescope der ESO in Chile und anderen Observatorien auf der ganzen Welt haben gezeigt, dass dieses einzigartige Objekt für Millionen von Jahren durch den Weltraum gereist ist, bevor es zufällig auf unser Sonnensystem traf. Es scheint sich um ein dunkelrotes, langgezogenes metallisches oder felsiges Objekt zu handeln. Die neuen Ergebnisse erscheinen am 20. November 2017 in der Fachzeitschrift Nature.

Dienstag, 21. November 2017

Mittelholozäner Temperatursprung begünstigte in Nordeuropa Ackerbau und Bevölkerungswachstum

     Die internationale Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlichte kürzlich neue Erkenntnisse zum Verlauf der Temperaturen im Ostseeraum während der spannenden Übergangszeit vor 6.000 Jahren, in der der Ackerbau in Nordeuropa Einzug hielt. Das Autorenteam aus Geowissenschaftlern, Archäologen, Fischereibiologen und Ökosystem-Modellierern konnte zeigen, dass erst in dieser Zeit ein deutlicher Temperaturanstieg die neue Lebensweise begünstigte, während in den Jahrhunderten davor, als im Süden schon längst Landwirtschaft betrieben wurde, im Norden noch niedrige Temperaturen vorherrschten und die Menschen ihre Nahrung durch Jagd, Sammeln und Fischerei erwarben.

Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

     Die Entdeckung einer neuen, wasserreichen Form des Tonminerals Kaolinit könnte das Verständnis von Prozessen verbessern, die zu Vulkanismus führen und Erdbeben beeinflussen. In Hochdruck- und Hochtemperaturuntersuchungen mit Röntgenstrahlung, die unter anderem bei DESY durchgeführt wurden, haben Wissenschaftler die Bedingungen nachgestellt, die in sogenannten Subduktionszonen herrschen. In diesen Zonen bewegt sich eine ozeanische Platte unter die kontinentale Kruste. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Yonsei-Universität in Südkorea stellt die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ vor.

Montag, 20. November 2017

Mittwoch, 15. November 2017

Aktionstag »Mineralogie«, 19. November, 11.00 – 17.00 Uhr

     Das Hessische Landesmuseum Darmstadt stellt die »Mineralogie« am 19. November 2017 von 11 bis 17 Uhr in den Mittelpunkt. In Vorträgen und Führungen werden unterschiedliche Facetten dieses komplexen Themenfeldes für interessierte Besucher jeden Alters aufgezeigt. Darüber hinaus kann der Besucher seine mitgebrachten Mineralien von einem Expertenteam bestimmen lassen.

Folgen des Klimawandels: Oder warum wird das Wasser unter Borkum überwacht?

     Auf der Nordseeinsel Borkum überwachen Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik, Hannover (LIAG), die Veränderungen der Salz-Süßwassergrenze im Untergrund. Seit 2009 werden hier in einem weltweit einmaligen Pilotprojekt kontinuierlich geoelektrische Messungen durchgeführt. Die Qualität und Ausdehnung der Süßwasserlinse im Untergrund Borkums wird permanent beobachtet, um Grenzverschiebungen zwischen lebenswichtigem Trinkwasser und ungenießbarem Salzwasser rechtzeitig zu erkennen und nachhaltig mit dem Grundwasser zu wirtschaften. Das Messprinzip wird nun auf weitere Standorte im Norden Deutschlands sowie langfristig auf Standorte weltweit ausgeweitet.

Kann man interstellare Raumsonden auch wieder abbremsen?

     Mit einer miniaturisierten Raumsonde, die man auf bis zu ein Viertel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen könnte, wäre unser nächster Stern, Alpha Centauri, in 20 bis 50 Jahren erreichbar. Ohne einen Mechanismus zum Abbremsen kann die Raumsonde allerdings nur im Vorbeiflug vom Stern und seinen Planeten Daten sammeln. Ein theoretischer Physiker der Goethe-Universität hat jetzt untersucht, ob sich interstellare Raumsonden mit Hilfe von „magnetischen Segeln“ abbremsen ließen.

Dienstag, 14. November 2017

Wenn Kontinente zerbrechen, wird es warm auf der Erde

     Der CO2-Gehalt der Atmosphäre entscheidet darüber, ob sich die Erde in einem Treibhaus- oder einem Eishaus-Zustand befindet. Bevor der Mensch begann, die CO2-Konzentration der Lufthülle zu beeinflussen, wurde diese allein durch ein Wechselspiel von geologischen und biologischen Prozessen bestimmt, dem globalen Kohlenstoffkreislauf. Eine aktuelle Studie unter Führung des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam zeigt, dass das Auseinanderbrechen von Kontinenten – von Fachleuten als Rifting bezeichnet – maßgeblich zu einem erhöhten Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre beitrug.

Der erste Weltkrieg unter Tage (Die Tunnel von Flandern)

Nevado Del Ruiz Remembering 1985 (mit englischen Untertiteln)

Am 13. November 1985 brach der Nevado del Ruiz in Kolumbien aus. Bei dem Ausbruch schmolz die Eiskappe des Vulkans, der dabei ausgelöste gut 5 m hohe Lahar vernichtete die 47 Kilometer vom Vulkan entfernte Stadt Armero vollständig und forderte 24 000 Tote. Besonders tragisch war ein vergeblicher Rettungsversuch eines Mädchens, dass in den Schlamm- und Geröllmassen eingeklemmt 60 Stunden vor den angereisten Medien um ihr Leben kämpfte.


Freitag, 10. November 2017

Die Herde ist nun komplett – Präparation des Urpferdchens abgeschlossen (II)

     Seit Mitte der 60er Jahre bis heute führt das Hessische Landesmuseum Darmstadt planmäßig wissenschaftliche Grabungen in der Grube Messel durch. Die Grube steht seit 1995 als „Naturerbe der Menschheit“ unter dem Schutz der UNESCO. Spektakulär sind vor allem die Wirbeltierfunde. Eines der prominentesten Beispiele sind sicherlich die Urpferdchen (Eurohippus messelensis, Propalaeotherium hassiacum). Im letzten und vorletzten Jahr wurden gleich zwei komplette „Urpferde“, nach nahezu 30 Jahren Messel-Grabungen des Hessischen Landesmuseums gefunden.

HITS "Journalist in Residence": Noch 6 Tage bis zum Bewerbungsschluss

     Bereits zum siebten Mal bietet das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) berufserfahrenen Wissenschaftsjournalist/innen aus aller Welt die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen Gastaufenthalts. Sie erhalten während dieser Zeit Gelegenheit zu einem tieferen Einblick in rechnergestützte, datengetriebene Forschung. Der Aufenthalt wird mit 5000 Euro im Monat vergütet und soll den Journalisten ermöglichen, ohne den Druck des Tagesgeschäfts zu arbeiten. Bewerbungsschluss für einen Aufenthalt im Jahr 2018 oder 2019 ist am 15. November 2017. Hinweis: Die Ausschreibung richtet sich selbstverständlich auch an Kolleg/innen aus dem deutschsprachigen Raum.

Donnerstag, 9. November 2017

Dem Ursprung des Goldes auf der Spur

     Der Europäische Forschungsrat fördert den HITS-Astrophysiker Andreas Bauswein mit einem „ERC Starting Grant“ in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Ziel des Projekts ist es, durch Computersimulationen die Kollisionen von Neutronensternen besser zu verstehen. Diese gelten als Kandidaten für die Entstehung schwerer Elemente wie Gold, Silber und Uran. Die in diesem Sommer gemessenen Gravitationswellen bei der Verschmelzung zweier Neutronensterne spielen dabei eine zentrale Rolle.

Abkühlung im hohen Norden führte zu Wüstenbildung in Nordafrika

     Das Ende der "Grünen Sahara": Fallende Temperaturen in hohen nördlichen Breiten führten dazu, dass vor 5500 Jahren die Niederschläge in Nordafrika deutlich zurückgingen. Das zeigen Analysen von Blattwachsen im Sediment des Golfs von Guinea.

Mittwoch, 8. November 2017

#DinoCup auf Twitter

Auf Twitter findet gerade der #DinoCup statt. In den Vorrunden treten vier verschiedene Dinosaurierarten gegeneinander an. Gewinner ist derjenige, der nach der 24 stündigen Wahlzeit die meisten Stimmen auf sich vereinigt. Am 1. Dezember findet dann das Finale statt.


Die Herde ist nun komplett – Präparation des Urpferdchens abgeschlossen!

     Während der Grabungskampagne 2016 wurde ein nahezu komplettes Exemplar von Eurohippus messelensis gefunden. Dabei handelt es sich um eine der bekannteren der beiden Messeler Urpferd-Arten.

Dienstag, 7. November 2017

GeoloSketchers - Geologie und Zeichnen

Wer sich für Zeichnen und Geologie interessiert, ist bei den GeoloSketchers gut aufgehoben. Dabei ist es immer gut, wenn Geologen gut zeichnen können. Eine Fähigkeit, die mir etwas abgeht (darum bin ich ja auch Mineraloge...)
http://www.geolosketchers.org/

Sonntag, 5. November 2017

Kristalle im rosaroten Röntgenlicht

     Ein neu entwickelter Versuchsaufbau ermöglicht die Röntgenstrukturanalyse von Biomolekülen wie beispielsweise Proteinen mit viel weniger Probenmaterial und kürzeren Belichtungszeiten als zuvor. Mit breitbandiger Röntgenstrahlung lassen sich Proteinkristalle an sogenannten Synchrotron-Strahlungsquellen erheblich effizienter und schneller untersuchen. Allerdings war dies bisher aufgrund der hohen Streustrahlung nur mit sehr großen Kristallen möglich. Der neue Versuchsaufbau reduziert die unerwünschte Streustrahlung erheblich und ermöglicht die serielle Kristallographie mit breitbandiger Synchrotronstrahlung, dem sogenannten Pink Beam.

Mittwoch, 1. November 2017

Museum für Naturkunde Berlin an der Entdeckung eines neuen Minerals beteiligt


  Im Nördlinger Ries, vor etwa 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Asteroiden entstanden und einer der am besten erhaltenen Einschlagskrater auf der Erde, wurde ein bisher unbekanntes Mineral entdeckt, das den Namen „Riesit“ tragen wird. Die Geschichte seiner Entdeckung ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation von Wissenschaftlern aus den USA und Deutschland, die in Las Vegas, in Heidelberg und am Museum für Naturkunde Berlin arbeiten.

Freitag, 20. Oktober 2017

Tiefseebergbau: Transparentes Umweltmanagement muss gewährleistet werden

     Welche Folgen hat der Abbau metallischer Rohstoffe in der Tiefsee für das Ökosystem Meer? Kann ein solcher Abbau auch umweltschonend gestaltet werden? Und wie kann die Einhaltung von Abbauregeln überwacht werden? Drei Jahre lang haben sich Forschende aus elf Nationen in dem am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel koordinierten Projekt „MiningImpact“ intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. Diese Woche diskutieren sie ihre Ergebnisse beim Abschlusstreffen am Londoner Natural History Museum – und präsentieren konkrete Vorschläge zum Schutz der marinen Umwelt.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Kīlauea Summit Eruption | Lava Returns to Halemaʻumaʻu

Mit dem Laser durchs Gestein: Verfahren für Bohrungen in großer Tiefe senkt Kosten der Geothermie

     Der Einsatz regenerativer Energien umfasst nicht nur die Erzeugung von Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft oder Biomasse, sondern auch von Geothermie zur Gewinnung von Wärme, Kälte oder Strom durch Kraft-Wärme-Kopplung. Besonders ertragreich sind Geothermiebohrungen in tieferen Schichten der Erdkruste. Doch mit zunehmender Tiefe steigen die Kosten der Bohrungen durch den Verschleiß der Bohrwerkzeuge und niedrige Vortriebsraten überproportional – und damit auch das wirtschaftliche Risiko.

Formation of coal almost turned our planet into a snowball

     While burning coal today causes Earth to overheat, about 300 million years ago the formation of that same coal brought our planet close to global glaciation. For the first time, scientists show the massive effect in a study to be published in the Proceedings of the US Academy of Sciences. When trees in vast forests died during a time called the Carboniferous and the Permian, the CO2 they took up from the atmosphere while growing got buried; the plants’ debris over time formed most of the coal that today is used as fossil fuel. Consequently, the CO2 concentration in the atmosphere sank drastically and Earth cooled down to a degree it narrowly escaped what scientists call a ‘snowball state’.

Freitag, 6. Oktober 2017

Freitag, 29. September 2017

Blick in den Vulkankrater

Diese faszinierenden Aufnahmen von Schloten am Stromboli wurden 2016 von einer Drone angefertigt.

Dienstag, 26. September 2017

Römische Befestigungsanlage entdeckt - Neue Erkenntnisse bei den Grabungen in Kalkriese

     OSNABRÜCK/BRAMSCHE.- Seit zwei Wochen wird im Museumspark Kalkriese erneut gegraben. In drei großräumigen Suchschnitten haben sich die Archäologen aus Kalkriese und der Universitäten Osnabrück und München auf Spurensuche begeben. Dabei sind die Wissenschaftler auf interessante Funde, aber auch Befunde gestoßen, die zu neuen Erkenntnissen im Hinblick auf den Verlauf der Varusschlacht führen. In den Grabungsschnitten haben die Forscher eine provisorische römische Befestigungsanlage bestehend aus einer Wallanlage und vorgelagertem Graben lokalisiert.

Montag, 25. September 2017

Wasserläufer in Bernstein - Neu entdeckte Wanzenart ist der älteste bekannte Fund weltweit

     Frankfurt, den 22.09.2017. Senckenberg-Wissenschaftlerin Mónica M. Solórzano Kraemer hat gemeinsam mit einem internationalen Team zwei neue Wanzenarten in einem Bernstein entdeckt. Die zur Familie der Wasserläufer gehörenden Insekten stammen aus der Kreidezeit; der neue Fund ist der bisher älteste bekannte Nachweis dieser Gruppe. Dem Wissenschaftlerteam gelang die Bestimmung der neuen Arten durch den Einsatz eines Infrarotmikroskops. Die Studie erschien kürzlich im Fachjournal „PeerJ“.

Freitag, 22. September 2017

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

     Erwärmt sich ein großer See, intensiviert sich seine Farbe. Forschende des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben Satellitendaten von 188 großen Seen weltweit ausgewertet. Seen, die viel Phytoplankton produzieren und deswegen grün sind, werden in warmen Jahren grüner, weil ihr Gehalt an Phytoplankton ansteigt. Klare, blaue Seen mit wenig Phytoplankton hingegen neigen dazu, in warmen Jahren noch blauer zu werden – der Gehalt an Phytoplankton in diesen Seen sinkt weiter ab. Entgegen bisheriger Annahmen verstärkt die Erwärmung eines Sees also dessen Reichtum oder Armut an Phytoplankton.

Donnerstag, 21. September 2017

Accurate Seismic Event Location: A Question of Context

Haben Meeresschwämme als „Ökosystem-Ingenieure“ die „Kambrische Explosion“ herbeigeführt?

     Schwämme als „Wasserreiniger“ verursachten einen Anstieg des Sauerstoffgehalts in Meerwasser, der zur Vervielfachung der Tierarten vor 550 Millionen Jahren nötig war.

Montag, 18. September 2017

Donnerstag, 14. September 2017

Pilotprojekt zur CO2-Speicherung erfolgreich beendet

     Nach 13 Jahren erfolgreicher Forschungsarbeit geht das Projekt Ketzin jetzt zu Ende. In der Stadt an der Havel hat das Deutsche GeoForschungsZentrum GFZ erforscht, ob sich Kohlenstoffdioxid (CO2) sicher und dauerhaft im Untergrund speichern lässt und wie es sich in der Tiefe verhält. Dazu wurden mehr als 67.000 Tonnen CO2 zwischen 2008 und 2013 über eine Bohrung in einen so genannten Speicherhorizont gepumpt. Dort, in rund 630 Metern Tiefe, befindet sich poröser Sandstein, der von salzhaltigem Grundwasser durchzogen ist – ein „saliner Aquifer“.

Dienstag, 12. September 2017

Forscher der TU Dortmund weisen Wasser auf der gesamten Mondoberfläche nach

     Bis vor wenigen Jahren ging die wissenschaftliche Community davon aus, dass die Mondoberfläche trocken ist. 2009 gelang der Durchbruch: Die Analyse von Infrarotmessungen belegte erstmals das Vorkommen von Wasser auf der Oberfläche des Erdtrabanten. Jetzt konnten Prof. Christian Wöhler und Dr. Arne Grumpe von der TU Dortmund gemeinsam mit Forschern aus Russland zeigen, dass auf der Mondoberfläche sogar deutlich mehr Wasser vorhanden ist, als man bislang nachweisen konnte. Ihre Ergebnisse haben die Forscher in Science Advances veröffentlicht, dem Open-Access-Magazin der renommierten Fachzeitschrift Science.

Den USA drohen häufigere Überschwemmungen

     Der Ostküste der Vereinigten Staaten drohen in Zukunft immer häufiger Überschwemmungen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn, South Florida und Rhode Island. Besonders gefährdet sind demnach die Bundesstaaten Virginia, North Carolina und South Carolina. Ihre Küstengebiete tauchen um bis zu drei Millimeter pro Jahr ab – unter anderem aufgrund menschlicher Eingriffe. Die Arbeit erscheint in der Zeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group.

„Außerirdischer“ in Baden-Württemberg entdeckt

     Forscher identifizieren die ersten Reste eines Meteoriten in Baden-Württemberg. Einer der seltensten Meteoritentypen überhaupt liefert Erkenntnisse zu den Meteoriteneinschlägen in Steinheim am Albuch und Nördlinger Ries vor 14,8 Millionen Jahren.

Dienstag, 5. September 2017

Freitag, 1. September 2017

Harvey eine der bisher teuersten Naturkatastrophen

     Im Vergleich der teuersten Sturmkatastrophen steht Hurrikan Harvey, der zu Wochenbeginn schwere Schäden im US-Bundesstaat Texas hinterlassen hat und jetzt über Louisiana wütet, auf Rang drei. Das haben Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) berechnet. Sie schätzen die zu erwartenden Schäden auf bis zu 58 Milliarden US-Dollar – allein für Texas. Damit gehört der Tropensturm schon zu den zehn teuersten Naturkatastrophen seit dem Jahr 1900. Und die Kosten könnten je nach Wetterentwicklung noch bis auf über 80 Milliarden steigen.

Vulkanisches CO2 als Ursache globaler Erwärmung vor 56 Millionen Jahren?

     Schlüssige Beweise für die Ursache des Paläozän/Eozän-Temperaturmaximums vorgelegt
30.08.2017/Kiel. Ein in geologischen Maßstäben rasanter globaler Temperaturanstieg zwischen den Erdzeitaltern Paläozän und Eozän wird in der Wissenschaft gern als Vergleichsfall für den aktuellen Klimawandel herangezogen. Seine Ursachen sind aber noch umstritten. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Southampton (UK) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlicht jetzt in der Fachzeitschrift Nature neue Ergebnisse, die das Temperaturmaximum auf starken Vulkanismus im Nordatlantik zurückführen.

Abgelenkte Kometen und ein genauer Blick auf die Auslöser kosmischer Katastrophen

     Wenn Sterne in der Nähe der Sonne vorbeifliegen, können sie Kometen aus der sogenannten Oort-Wolke in die inneren Regionen des Sonnensystems lenken. Sternbegegnungen sind so ein wichtiger Faktor um die Häufigkeit von Kometeneinschlägen auf der Erde abschätzen zu können. Coryn Bailer-Jones vom Max-Planck-Institut für Astronomie hat jetzt mithilfe von Daten des ESA-Satelliten Gaia die erste systematische Abschätzung der Häufigkeit solcher Begegnungen vorgenommen: Pro Million Jahre kommen bis zu zwei Dutzend Sterne der Sonne auf einige Lichtjahre nahe – unser Sonnensystem kommt gar nicht erst zur Ruhe. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Fund menschlicher Knochen in Südmexiko: Tropfstein verrät das Alter von 13.000 Jahren

     Ein auf der Halbinsel Yukatan entdecktes prähistorisches menschliches Skelett ist mindestens 13.000 Jahre alt und stammt aller Voraussicht nach aus einer Kaltperiode am Ende der letzten Eiszeit, dem späten Pleistozän. Ein deutsch-mexikanisches Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stinnesbeck und Arturo González González hat das fossile Skelett datiert, basierend auf einem Tropfstein, der auf dem Hüftknochen gewachsen war.

Donnerstag, 31. August 2017

Neue Studie: Warum die europäischen Winter während der Kleinen Eiszeit so kalt waren

     In einer neuen Studie schlagen die Autoren einen Mechanismus vor, der die winterliche Verstärkung der Abkühlung während der Kleinen Eiszeit in Europa erklärt, in dem sie diese mit Änderungen in der Ozeanzirkulation des subpolaren Nordatlantiks in Verbindung bringen.

Mittwoch, 30. August 2017

Elektrizitätsbedarf in Europa verlagert sich durch den Klimawandel

     Steigende Temperaturen durch den Klimawandel werden den Elektrizitätsverbrauch in Europa grundlegend verändern. Wie sich der ungebremste Klimawandel auf den europäischen Elektrizitätsbedarf auswirkt, hat ein Wissenschaftlerteam aus Deutschland und den USA nun untersucht: Die Tagesspitzenlast wird demnach in Südeuropa ansteigen und der Gesamtbedarf sich wohl von Norden nach Süden verlagern. Zudem wird in einem Großteil der Länder die jährliche Spitzenlast im Sommer statt im Winter auftreten. Das bedeutet zusätzlichen Druck auf Europas Energieversorgungsnetze, wie die jetzt im renommierten US-Fachjournal Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) veröffentlichte Studie nahelegt.

Jülicher und Erlanger Forscher vereinfachen die Speicherung von Wasserstoff

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich das Speichern von Wasserstoff stark vereinfacht. Es reduziert den technischen Aufwand für die chemische Bindung des Wasserstoffs an organische Trägerflüssigkeiten: Statt wie bisher zwei Apparaten wird nun nur noch ein Apparat eingesetzt, der Be- und Entladung der Trägerflüssigkeit übernimmt. Ein zukünftiger industrieller Einsatz des Verfahrens kann Kosten- und Energieaufwand der Wasserstoffspeicherung bedeutend reduzieren.

Mittwoch, 23. August 2017

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

     Baumringe helfen bei der Datierung von Klimaanomalien

Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

     In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

Erdgeschichte: So wurden Kontinente recycelt

Wie sich in den vergangenen drei Milliarden Jahren die Plattentektonik auf der Erde entwickelt hat, haben Forscher aus Deutschland und der Schweiz mit Computersimulationen analysiert. Sie zeigen, dass sich die tektonischen Prozesse im Lauf der Zeit verändert haben und wie das zur Bildung und Zerstörung von Kontinenten beitrug. Anhand des Modells lässt sich nachvollziehen, wie die heutigen Kontinente, Ozeane und die Atmosphäre entstanden sind. In der Zeitschrift „Nature Geosciences“ beschreiben Priyadarshi Chowdhury und Prof. Dr. Sumit Chakraborty von der Ruhr-Universität Bochum zusammen mit Prof. Dr. Taras Gerya von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich die Ergebnisse.

Dienstag, 22. August 2017

Geowissenschaftliche Podcasts

Für Freunde von Podcasts stellt die Colorado School of Mines geowissenschaftliche Lektionen als Podcasts zur Verfügung.

Earth and Environmental System Podcast Lectures

Freitag, 18. August 2017

Donnerstag, 17. August 2017

Klimawandel: Bäume binden im Alter große Mengen Kohlenstoff

     Auch alte Bäume nehmen viel Kohlenstoff auf und entziehen der Atmosphäre damit CO2 (Kohlendioxid). Dies wurde jetzt erstmals anhand von Bäumen aus dem Regenwald in Surinam nachgewiesen, wie Professor Michael Köhl vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg im Fachjournal PLOS ONE berichtet. Damit leisten diese einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Wie ein Tropfen Wasser Whisky leckerer macht




Why adding a drop of water can make whisky taste even better

Mittwoch, 9. August 2017

Field-Trip guide to Mount St. Helens, Washington - USGS

Der USGS hat einen Field-Trip guide to Mount St. Helens, Washington - An overview of the eruptive history and petrology, tephra deposits, 1980 pyroclastic density current deposits, and the crater herausgegeben. Wer sich also für den Vulkan, den berühmten Ausbruich oder allgemein für die Ablagerung pyroklastischer Ströme interessiert, dem sei die Publikation ans Herz gelegt.

Field-Trip guide to Mount St. Helens, Washington - An overview of the eruptive history and petrology, tephra deposits, 1980 pyroclastic density current deposits, and the crater  Scientific Investigations Report 2017-5022-D

Donnerstag, 3. August 2017

A Guide to Gale Crater

Schottlands Böden

Scotlands environment stellt Bodenkarten und weitere Daten über Schottlands Böden zur Verfügung.

http://soils.environment.gov.scot/

Mittwoch, 2. August 2017

Kohlenstoff-Transporte ins Erdinnere: Bayreuther Forscher entdecken hochstabile Carbonat-Strukturen

     Wie gelangt Kohlenstoff von der Erdoberfläche bis tief ins Erdinnere? Dieser Transportweg, der einen zentralen Abschnitt im Kohlenstoffkreislauf der Erde darstellt, galt bisher als rätselhaft. Forscher der Universität Bayreuth haben jetzt zusammen mit internationalen Partnern Licht in dieses Dunkel bringen können. In Nature Communications berichten sie über Kristallstrukturen von Eisencarbonat, die in rund 2.000 Kilometer Tiefe unter sehr hohen Drücken und Temperaturen entstehen. Dabei kommt es zu einer starken Oxidation des im Eisencarbonat enthaltenen Eisens. Die neuen, außerordentlich stabilen Strukturen machen es möglich, dass Kohlenstoff noch tiefer ins Erdinnere transportiert wird.

Wenn Boden unter Beton verschwindet

     In Bayern ist eine Fläche mit Beton versiegelt, die acht Mal so groß ist wie der Bodensee: Das kam bei einer Studie heraus, die der Lehrstuhl für Fernerkundung der Universität Würzburg im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umwelt durchgeführt hat.

Artenzahl – ein falscher Freund? Wissenschaftler wollen Biodiversität besser bewerten

     Wer den Zustand eines Ökosystems nur danach beurteilt, wie sich die Zahl der Arten darin kurzfristig verändert, kann falsche Schlüsse ziehen. Darauf weist eine Untersuchung eines internationalen Forscherteams um Prof. Dr. Helmut Hillebrand vom Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) an der Universität Oldenburg hin. Um in der Praxis Ökosysteme sinnvoll zu bewerten, sollten Experten vielmehr beschreiben, wie sich Arten innerhalb eines Systems austauschen. Zu diesen Ergebnissen kamen die Forscher, indem sie ein mathematisches Modell nutzten und vorhandene Umweltdaten auswerteten. Die Studie ist online im Fachmagazin „Journal of Applied Ecology“ erschienen.

Kasseler Gastwissenschaftler löst Geheimnis um kambrische Fossilien

     Drei Fossilien aus dem Frühkambrium, die der Wissenschaft lange Zeit Kopfzerbrechen bereitet haben, gehören zu ein und demselben Ur-Tier. Das zeigen Untersuchungen neuer, über 500 Millionen Jahre alter Funde aus der sogenannten Chengjiang-Lagerstätte. Maßgeblich beteiligt war der Paläontologe Dr. Qiang Ou, Gastwissenschaftler bei Prof. Dr. Georg Mayer an der Universität Kassel. Die Entdeckung liefert neue Erkenntnisse über die Evolution der Artenvielfalt während der sogenannten kambrischen Explosion.

Dienstag, 25. Juli 2017

Die turbulente Atmosphäre der Venus

     Ein Forschungsbericht, der heute in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffent-licht wurde, wirft Licht auf die bisher unerforschte nächtliche Zirkulation in den höhe-ren Wolkenschichten der Venus. Forscherinnen und Forscher des Rheinischen Insti-tuts für Umweltforschung der Universität zu Köln sind Teil des internationalen For-schungsprojekts, das diese ersten umfassenden Messungen vorstellt. Sie entdeckten unerwartete Muster langsamer atmosphärischer Bewegung und stationäre Schwere-wellen im nächtlichen Wolkenhimmel.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Staubablagerungen geben Neues zur Entstehungsgeschichte der Sahara preis

     Die Sahara ist mit etwa neun Millionen Quadratkilometern die größte Trockenwüste der Welt. Sie ist damit auch die größte Staubquelle der Erde, und die Stäube haben einen bedeutenden Einfluss auf die Düngung der Weltmeere und auf die Klimaentwicklung. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Zielhofer, Physischer Geograph an der Universität Leipzig, hat nun die Geschichte der Sahara-Staubstürme rekonstruiert und dabei neue Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte der Wüste erlangt.

Tauender Permafrost setzt altes Treibhausgas frei

     Der auftauende Dauerfrostboden in arktischen Regionen könnte in doppelter Hinsicht zur Verstärkung des Treibhauseffektes führen: Zum einen erhöht sich mit wärmerer Umwelt die oberflächennahe Produktion des Treibhausgases Methan durch Mikroben. Zum anderen öffnet der tauende Untergrund zunehmend Austrittspfade für uraltes Methan. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ, des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und US-amerikanischen Partnern im kanadischen Mackenzie-Delta. Sie berichten davon im Fachjournal „Scientific Reports“.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Quantenmechanik im Erdkern

     Physiker der Universität Würzburg haben überraschende Eigenschaften des Metalls Nickel entdeckt. Diese könnten dabei helfen, bislang ungeklärte Rätsel um das Magnetfeld der Erde zu lösen.
Ohne Magnetfeld sähe das Leben auf der Erde ziemlich ungemütlich aus: Energiereiche kosmische Teilchen würden in großer Menge die Atmosphäre durchdringen und in den Zellen aller Lebewesen Schäden verursachen. In technischen Systemen würden sich Fehlfunktionen häufen, in Einzelfällen können elektronische Bauteile auch komplett zerstört werden.

Spuren alter Erdbeben ausgraben

     Geowissenschaftler der Universität Jena erforschen seismische Aktivitäten in Slowenien und Ostitalien
Bebt heute in irgendeiner Region auf der Welt die Erde, dann zeichnen technische Hilfsmittel jede kleinste Schwingung auf. Verursacht ein Beben zudem schwere Zerstörungen, sorgt die Nachrichtenlage dafür, dass wir es so schnell nicht vergessen. Doch auch Katastrophen dieser Art, von denen uns keine Aufzeichnungen vorliegen, haben sich in die Geschichte eingegraben. Geowissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena legen ihre Spuren nun wieder frei.

Freitag, 7. Juli 2017

Von trocken zu nass: In Afrikas Sahelzone könnte es plötzlich viel mehr regnen

     Der Klimawandel könnte einen von Afrikas trockensten Landstrichen zu einem sehr nassen machen, indem dort recht abrupt ein Monsunsystem entsteht. Erstmals haben Wissenschaftler in Computersimulationen Belege für eine mögliche plötzliche Veränderung hin zu heftigen regionalen Regenfällen in der bislang extrem trockenen Sahelzone gefunden. Sie sehen hier einen sich selbst verstärkenden Mechanismus, der jenseits von 1,5 bis 2 Grad Celsius einsetzen kann – direkt an der im Pariser UN-Abkommen geforderten Obergrenze für den weltweiten Temperaturanstieg.

Sinkender Meeresspiegel brachte Vulkane zum Überlaufen

     Während der letzten 800.000 Jahre zeigten antarktische Temperaturen und atmosphärischer Kohlendioxidgehalt eine im Wesentlichen gleichgerichtete Entwicklung. Doch der Übergang in die letzte Eiszeit verlief anders: Vor ca. 80.000 Jahren sanken die Temperaturen, der Kohlendioxidgehalt aber blieb stabil. Ein internationales Forscherteam unter gemeinsamer Leitung des GEOMAR Kiel und des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven hat nun mit Hilfe von Modellrechnungen herausgefunden, dass ein Zusammenspiel aus abfallendem Meeresspiegel und zunehmender Vulkanaktivität zu der Anomalie geführt haben könnte. Die Ergebnisse erscheinen heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

Mittwoch, 5. Juli 2017

EGU GIFT2017: Living in a caldera: The case of Campi Flegrei, Italy

Richtiges Verhalten bei Beben und Tsunami

     Anlässlich des Beginns der Hauptreisezeit: Das Deutsche GeoForschungsZentrum bietet auf seiner Website Faltblätter zum richtigen Verhalten in erdbebengefährdeten Gebieten und bei Tsunami an.

Dienstag, 4. Juli 2017

Ältester Teil des Karlsgrabens durch Ausgrabungen nachgewiesen

Baubeginn des Kanals Karls des Großen früher als bislang bekanntDer Karlsgraben ist das bedeutendste Infrastrukturprojekt des frühen Mittelalters in Zentraleuropa. Der von Karl dem Großen initiierte Kanal zwischen den Orten Treuchtlingen und Weißenburg (Bayern) sollte einen durchgehenden Schifffahrtsweg zwischen Rhein und Donau schaffen. Ein interdisziplinäres Forscherteam hat durch Ausgrabungen und Holzaltersbestimmungen nun den bislang ältesten Teil des Bauwerks nachgewiesen. Der Baubeginn des Kanals konnte dadurch um mehrere Monate zurückdatiert werden. Die ältesten bislang bekannten Teile des Bauwerks wurden im Herbst 793 errichtet. Schriftquellen berichten, dass Karl der Große sich in dieser Zeit selbst an der Baustelle aufhielt. 

Donnerstag, 29. Juni 2017

Supercomputer Simulation of Chelyabinsk-like Asteroid Entering Earth’s Atmosphere



This simulation shows a cross-section of a Chelyabinsk-like asteroid (gray) breaking up during atmospheric entry at 45,000 mph (20 km per second). A hot, high-pressure shock wave (red, orange, yellow) forms around the asteroid, causing it to fracture and flatten like a pancake. Aerodynamic instabilities shed waves of material from the surface and tear the asteroid apart. The dispersed fragments (black) deposit most of the energy into the atmosphere within a relatively short distance, creating dangerous blast waves and thermal radiation on the ground. 

Learn more: 
https://www.nas.nasa.gov/publications...

Homemade Lava Flows Fuse Science With Art

The Effects of Climate Change: A Scientific Pathway Forward - USGS 2017 June Evening Public Lecture

Mittwoch, 28. Juni 2017

Woher wissen wir wie alt die Erde ist?

     Die Schöpfungsmythen waren die erste Quelle, nach der Theologen das Alter der Erde bestimmten. Erst im 17. Jahrhundert begannen Naturforscher, auf und in der Erde nach Spuren ihres Alters zu suchen. In der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Forschung Frankfurt“ zum Thema "Zeit" lässt der Geologe Sascha Staubach die Geschichte von der Bestimmung des Erdalters Revue passieren.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Kristallwachstum - Tröpfchen für Tröpfchen

     Ein Experiment an der Universität Konstanz kann nicht-klassisches Kristallwachstum nachweisen – Das Ergebnis hat Konsequenzen sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die Anwendung
Wie wachsen Kristalle? Das klassische Lehrbuchwissen sagt: Schicht für Schicht verbreiten sich Atome beziehungsweise Moleküle auf einer bestehenden Kristallfläche. Die Arbeitsgruppe Physikalische Chemie an der Universität Konstanz hat für Glutaminsäure eine Vorstufe dieses Kristallwachstums beobachten können, die diesem klassischen Wachstumsprinzip widerspricht.

The Squid and the Whale: Evidence for an Epic Encounter

Mittwoch, 21. Juni 2017

Coal Mining's Environmental Impact | From The Ashes

Ursuppe in Dosen

     Wo und wie entstand das Leben auf unserem blauen Planeten? „In der Erdkruste!“, behaupten der Geologe Prof. Dr. Ulrich Schreiber, der Physikochemiker Prof. Dr. Christian Mayer und der Chemiker Prof. Dr. Oliver Schmitz von der Universität Duisburg-Essen (UDE). Ihre Forschungsergebnisse, die sie in Zusammenarbeit mit Geowissenschaftlern der Universität Heidelberg (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Frank Keppler und Prof. Dr. Heinfried Schöler) erzielten, kann man nun im Fachmagazin PLOS ONE* nachlesen.

Dienstag, 20. Juni 2017

Tiefseemuscheln und -schwämme gedeihen auf Öl: Des einen Freud, des anderen Leid

     Wissenschaftler aus Bremen und den USA haben Meerestiere entdeckt, die in Symbiose mit Bakterien leben, welche Öl als Energiequelle verwenden. In der Tiefsee im Golf von Mexiko gibt es Vulkane, die Öl und Asphalt speien. Dort leben Muscheln und Schwämme in Symbiose mit Bakterien, die ihnen Nahrung liefern. Diese Symbionten ernähren sich von kurzkettigen Alkanen aus dem Öl. Die Forscher entdeckten zudem, dass nah verwandte Bakterien diese Fähigkeit beim Abbau der Ölpest nach der Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon nutzten.

Wie sich das Klima an Kipppunkten in kurzer Zeit ändert

     Neue Studie zeigt: Graduelle Veränderungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre können abrupte Klimaschwankungen auslösen

Sonntag, 18. Juni 2017

science saved my soul

Wie zuverlässig sind Muscheln als Klimaarchive?

     Für die Rekonstruktion des Klimas vergangener Zeiten stellen Kalkschalen von Meerestieren wie Muscheln ein wertvolles Archiv dar. Dabei nutzen Klimastudien zunehmend auch jenes Schalenmaterial, das Menschen in prähistorischer Zeit in der Nähe ihrer Siedlungen angehäuft haben. Der Geologe Peter Müller vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) fand jedoch ein erhebliches Fehlerpotential bei paläoklimatischen Untersuchungen an Muscheln, die für den Verzehr erhitzt wurden. Die Studie ist kürzlich im Fachjournal „Scientific Reports“ erschienen.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Neue Zeckenart in 100 Millionen Jahre altem Bernstein entdeckt

     Sie ist mit einem Alter von rund 100 Millionen Jahren eine der ältesten Zeckenarten der Welt und wurde nach ihrer Herkunft benannt: Amblyomma birmitum. Forscher des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr haben in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin und der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) die neue Zecke aus Burmesischem Bernstein, dem sogenannten Birmit aus Myanmar, beschrieben. Das Tier aus der Kreidezeit wurde als Einschluss bestens erhalten und ist die bisher älteste Art einer heute noch vorkommenden Zecken-Gattung.

Fachinformationsdienst Geowissenschaften

Der Fachinformationsdienst Geowissenschaften der festen Erde (FID GEO)bietet Beratung und Services in den Bereichen Elektronisches Publizieren, Digitalisieren sowie Publikation von Forschungsdaten. Dieser Fachinformationsdienst ist ein Gemeinschaftsprojekt der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.

bietet die elektronische Publikation über das gesamte Spektrum wissenschaftlicher Veröffentlichungen von institutionellen Serien, Zeitschriften, Monographien bis zur Zweitveröffentlichung begutachteter Forschungsarbeiten an. Die Publikation kann auf Wunsch mit einer retrospektiven Digitalisierung verbunden werden. Die Dokumente werden im Fachrepositorium des FID GEO gesammelt und dauerhaft zur Verfügung gestellt.

Das Publikationsangebot des FID GEO trägt unter anderem dazu bei, dass sogenannte „graue Literatur“ besser zugänglich wird. „Graue Literatur“ ist hier eine Sammelbezeichnung für alle nicht verlagsgebundenen Veröffentlichungen, z.B. institutionelle Serien, Kongressbeiträge oder Forschungsberichte. Diese Publikationen sind oft nur gedruckt und in wenigen Bibliotheken verfügbar und deshalb für die geowissenschaftliche Community schwer zugänglich. Sie bilden jedoch eine wichtige Grundlage für wissenschaftliche Forschungen.

Der FID GEO bietet für geowissenschaftliche Einrichtungen oder Herausgeber wie z.B. Fachgesellschaften kostenlos die Digitalisierung ihrer bisher nur gedruckt vorhandenen institutionellen Serien und anderen Schriften an. In der Regel werden die Digitalisate anschließend elektronisch publiziert (siehe oben: Elektronisches Publizieren) und auf diese Weise der Wissenschaft im Open Access weltweit verfügbar gemacht.

http://www.fidgeo.de/

Fachrepositorium (Publikationsserver)des FID GEO https://e-docs.geo-leo.de/

Dienstag, 13. Juni 2017

Bayreuther Hochdruckforscher lösen Meteoriten-Rätsel

     Eine Forschergruppe der Universität Bayreuth hat die langgesuchte Erklärung für den scheinbar widersprüchlichen Aufbau von Mond- und Mars-Meteoriten gefunden. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg, der European Synchrotron Radiation Facility (ESRF) in Grenoble und mit weiteren Forschungspartnern in Lyon und Wien haben die Bayreuther Wissenschaftler um Prof. Dr. Dr. h.c. Leonid Dubrovinsky zeigen können, weshalb die Meteoriten auf engstem Raum Minerale enthalten können, deren Entstehungsbedingungen sich stark unterscheiden. Die in ‚Nature Communications‘ veröffentlichten Erkenntnisse geben der Meteoritenforschung insgesamt neue Impulse.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Freitag, 2. Juni 2017

Geowissenschaftlicher Nachweis von subglazialen Seen

     Schmelzwasserseen unter dem antarktischen Eisschild beschleunigten Rückzug von Gletschern in der Erdgeschichte

Donnerstag, 1. Juni 2017

Grabbeigabe unter dem Elektronenmikroskop

     Student erforschte Schild eines keltischen Kriegers

Donnerstag, 25. Mai 2017

Amazing Body Illusions! Psychology for Kids - ExpeRimental #24

Wenn Körner in Röhren steigen

Ein internationales Team von Physikern hat den Mechanismus hinter dem Kapillareffekt bei Granulaten entdeckt. Der Effekt bezeichnet das Ansteigen von Sand und anderen Granulaten in einer Röhre, wenn sie geschüttelt wird. Weitere Forschungen könnten vielversprechende Anwendungen im Transportbereich ermöglichen.

Viele wollen zurück aufs Land

     Seit der Jahrtausendwende ist bundesweit jeder fünfte Abgewanderte in seinen Heimatkreis zurückgekehrt. Die höchsten Rückkehrquoten entfallen auf ländliche Regionen in Thüringen, Bayern und im Saarland.

Gesucht: Neugierige Kinder zum Erforschen und Entdecken der Nord- und Ostseeküsten

     Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane findet von Juni bis September erneut die Aktion „Mein mobiles Küstenlabor“ statt / Begleitende Sommertour macht Halt an acht beliebten Küstenorten / Kostenloses Küstenlabor bei über 100 Partnern erhältlich

Freitag, 28. April 2017

Mittwoch, 26. April 2017

Dienstag, 25. April 2017

Flechten aus dem Bernsteinwald

     Ein Forscherteam der Universitäten Göttingen und Helsinki hat 152 neue fossile Flechten in Bernsteinen entdeckt und analysiert. Die Fossilien sind zwischen 24 und 47 Millionen Jahre alt und stammen von zwei bedeutenden europäischen Bernsteinlagerstätten: aus dem Baltikum und aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Bisher existierten lediglich 15 fossile Belege von Flechten. Mit dem Fund hat sich die Zahl der bekannten Flechtenfossilien also mehr als verzehnfacht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Plants erschienen.

Astronomen-Team findet Himmelskörper mit „Schmauchspuren“

Viele massereiche Sterne verglühen am Ende ihres Lebens als so genannte Supernova; sie leuchten dabei kurzzeitig so hell wie eine ganze Galaxie. Ein internationales Astronomen-Team hat einen Stern entdeckt, der durch die Supernova-Explosion seines Nachbarn mit großen Mengen Kalzium angereichert wurde. Es ist das erste Mal, dass ein solcher Stern mit Schmauchspuren in den Resten einer Supernova gefunden wurde. Die Entdeckung hat für Theorien zur Entstehung von Supernova-Explosionen weit reichende Bedeutung. An der Arbeit waren Astronomen aus Russland, Österreich und Deutschland beteiligt, darunter auch Forscher der Universität Bonn. Die Studie ist nun in „Nature Astronomy“ erschienen.

Freitag, 21. April 2017

Entstehung von Goldlagerstätten in Südafrika

     Deutsch-kanadisches Forscherteam entdeckt neuen Bildungsmechanismus in früherem marinen Sedimentbecken
20.04.2017/Kiel. Der Witwatersrand in Südafrika beherbergt das größte bekannte Goldvorkommen auf der Erde. Doch wie ist es entstanden? Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und von kanadischen Einrichtungen haben nun mit detektivischer Kleinarbeit herausgefunden, wie sich ein Teil der weltweit größten Goldlagerstätten vor etwa drei Milliarden Jahren gebildet hat. Öl und heiße Quellen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Studie ist kürzlich in der Fachzeitschrift „Precambrian Research“ erschienen.

Mittwoch, 19. April 2017

Rare images of blue whale feeding behavior

Neue Studie stellt frühere Annahmen zum „Hiatus“ in der Oberflächenerwärmung in Frage

     Viele Klimawissenschaftler machen den Ozean für die Verlangsamung in der Oberflächenerwärmung von 1998-2012 (“Hiatus”) verantwortlich, indem die Wärme von der Erdoberfläche in die Tiefe des Ozeans verbracht wird. In einer neuen Studie bezweifeln Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) diese Sichtweise: die Wärme könnte genauso gut von der Oberfläche in den Weltraum abgestrahlt werden, und die Unsicherheit in den Beobachtungen zeigt, dass wir vermutlich nie wissen werden, was genau die Verlangsamung der Oberflächenerwärmung verursacht hat.

Riesenfaultier war Vegetarier - Ernährung des fossilen Megatheriums entschlüsselt

Senckenberg-Wissenschaftler haben gemeinsam mit einem internationalen Team die Ernährung des ausgestorbenen Riesenfaultiers Megatherium untersucht. Anhand von Untersuchungen des fossilen Knochenkollagens kommen die Forscher in ihrer kürzlich im Fachjournal „ScienceDirect“ veröffentlichten Studie zu dem Schluss, dass sich Megatherium ausschließlich vegetarisch ernährte. Über die Ernährungsgewohnheiten der bis zu elefantengroßen, bodenlebenden Tiere wurde bisher viel spekuliert.

Donnerstag, 13. April 2017

Grabungserfolg: Fast vollständiger Schädel einer Säbelzahnkatze entdeckt

Unter der Leitung von Wissenschaftlern des Senckenberg-Forschungsinstituts und von der Universität Tübingen hat das Grabungsteam Überreste einer Säbelzahnkatze in der Fundstelle Schöningen entdeckt. Untersuchungen der Schädelfragmente an der niederländischen Universität Leiden zeigen, dass es sich bei dem Tier um einen Vertreter der europäischen Säbelzahnkatze Homotherium latidens handelt. Durch den neuen Fund sind nun bereits drei Individuen der großen Raubkatzen aus Schöningen bekannt.

Mittwoch, 12. April 2017

Stalagmites store paleoclimate data

     Stalagmites from caves provide evidence of changes in the effect of the North Atlantic Oscillation on weather systems in Central Europe and Morocco

Dienstag, 11. April 2017

Drones help scientists study Guatemalan volcanoes

Erklär´s mir, RWTH!: Dr. Frank Strozyk über Steinsalz

Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion

     Die Studie einer Forschergruppe aus Belgien, Deutschland und der Schweiz unter Mitarbeit von Wissenschaftlern der Universitäten in Bonn und Augsburg zeigt eine bisher wenig bedachte Rückkopplung zwischen den langfristigen Auswirkungen der menschengemachten Entwaldung und Bodenverlagerung auf die globalen Treibhausgasemissionen seit Beginn des menschlichen Ackerbaus. Rund 40 Prozent aller Kohlenstoffemissionen, die aus der Umwandlung von Grasland oder Wald in Ackerland entstehen, werden in Sedimenten gebunden. Die überraschenden Ergebnisse sind nun im Journal „Nature Climate Change” veröffentlicht. 

Dienstag, 4. April 2017

Neue Hinweise auf allmählichen Niedergang der Dinosaurier noch vor Ende der Kreidezeit

     Zu einem allmählichen Niedergang der Dinosaurier und Flugsaurier kam es vermutlich noch vor dem Einschlag des sogenannten Chicxulub-Asteroiden und dem weltweiten Massensterben am Ende der Kreidezeit. Dies zeigen neue Forschungsergebnisse eines deutsch-mexikanischen Teams von Geowissenschaftlern. Die Untersuchungen unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stinnesbeck von der Universität Heidelberg und Prof. Dr. Eberhard Frey vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe verweisen gleichzeitig darauf, dass sich parallel zum Verschwinden der Saurier Vogelarten verbreiteten und ausdifferenzierten.

Montag, 3. April 2017

Dienstag, 28. März 2017

Wetter-Extreme: Menschheit verändert wahrscheinlich gigantische Luftströme

     Die Zunahme verheerender sommerlicher Wetter-Extreme steht wahrscheinlich in Verbindung mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel, wie immer mehr Belege zeigen. Gigantische Luftströme umkreisen die Erde, wellenförmig schwingen sie zwischen Tropen und Arktis auf und ab. Diese planetaren Wellen transportieren Wärme und Feuchte. Wenn sie ins Stocken kommen, können Dürren oder Fluten entstehen. Die globale Erwärmung durch Treibhausgase aus fossilen Brennstoffen schafft Bedingungen, welche ein solches Stocken begünstigen, so hat jetzt ein internationales Team von Wissenschaftlern herausgefunden.

Kontinentalrand mit Leckage

     Wenn Methangas vor der Küste Spitzbergens aus dem Meeresboden austritt, ist die Ursache davon nicht immer die Auflösung von Methanhydraten im Zuge einer Temperaturerwärmung. Basis für diese Annahme sind zwei Fahrten zur Küste Spitzbergens. Die Ergebnisse hat Susan Mau hat jetzt gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, dem Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven und der Oregon State University (USA) veröffentlicht.

Freitag, 24. März 2017

Donnerstag, 16. März 2017

Ein 155-Karäter mit 92 mm Durchmesser

     Der größte synthetische Diamant der Welt kommt aus Augsburg

Portraits of a planet: Earth from space

Wer findet den kleinen Fehler?


Freitag, 10. März 2017

Mittwoch, 8. März 2017

Geologinnen

Dienstag, 7. März 2017

Raindrops falling on soil give bacteria liftoff

Kupferbergbau mit bioaktiven Stoffen aus Bakterien

     Chile ist einer der wichtigsten Kupferlieferanten für Deutschland. Im Rahmen der Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit beider Länder wird nun untersucht, wie sich chilenische Kupfererze umweltverträglicher aufbereiten lassen. Aus Bakterien gewonnene bioaktive Stoffe sollen Chemikalien ersetzen oder verringern. Ein weiteres Ziel ist es, die Metallausbeute zu steigern sowie schwer abtrennbare Metalle herauszulösen. Insbesondere das in den Erzen enthaltene Molybdän soll gewinnbar werden.

Donnerstag, 2. März 2017

Mittwoch, 1. März 2017

2017 February Evening Public Lecture — Geology Up-Close

Wasserkreislauf reicht viel tiefer als bisher gedacht

     Nicht nur auf der Erdoberfläche, auch tief im Erdinneren existieren große Mengen Wasser. Doch woher stammt es? Ist es dort seit Entstehung der Erde oder gibt es immer noch Nachschub von der Oberfläche? Jetzt veröffentlichte ein internationales Wissenschaftsteam neue Erkenntnisse zu dieser Forschungsfrage in der Fachzeitschrift Nature Geoscience. Sie könnten auch der Diskussion über die Entstehung der Ozeane neue Impulse verleihen.

Dienstag, 28. Februar 2017

Eine Atomfalle für die Wasserdatierung

     Eine neuartige Datierungsmethode für die Erd- und Umweltwissenschaften steht im Mittelpunkt eines Projekts in der Heidelberger Physik, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Dabei geht es um den Einsatz eines speziellen radioaktiven Isotopes des Edelgases Argon (Ar). Dieses Isotop ist für die Altersbestimmung in der Zeitspanne von 50 bis 1.000 Jahren von Bedeutung und soll für die Wasserdatierung genutzt werden. Das dreijährige Vorhaben wird von Prof. Dr. Markus Oberthaler am Kirchhoff-Institut für Physik und Prof. Dr. Werner Aeschbach am Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg durchgeführt.


Donnerstag, 23. Februar 2017

NASA’s Spitzer Reveals Largest Batch of Earth-Size, Habitable-Zone Planets Around a Single Star

Simon’s Cat: A Day In The Life Of A Cat Owner

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

     Ab sofort können alle Interessierten live im Internet verfolgen, wo das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel Wave-Glider einsetzt. Dabei handelt es sich um von Wellenkraft angetriebene Messplattformen, die wochen- oder auch monatelang die Oberfläche der Meere abfahren können. Auf dem Internetportal „GEOMAR Navigator“ sind neben Kursen und Geschwindigkeiten der Geräte auch aktuelle Messdaten aus dem Ozean einsehbar. Entwickelt wurde das Portal in einer Forschungskooperation mit dem Oman, die erste Testmission findet aktuell im subtropischen Nordostatlantik statt.

Dienstag, 21. Februar 2017

Ein neuer Name für die Seekuh aus dem Mainzer Becken

     Die Wirbeltierpaläontologin Manja Voß und ihr Kollege Oliver Hampe vom Museum für Naturkunde Berlin fanden heraus, dass sich insgesamt zwei Arten von fossilen Seekühen in ca. 30 Millionen Jahre alten Sedimenten des Mainzer Beckens nachweisen lassen. Die beiden neu entdeckten Arten sind außerdem so verschieden von allen anderen bekannten Seekühen, dass sie eine eigenständige Gruppe bilden mit dem Gattungsnamen Kaupitherium.

Freitag, 17. Februar 2017

Less snow and a shorter ski season in the Alps

     After long-awaited snowfall in January, parts of the Alps are now covered with fresh powder and happy skiers. But the Swiss side of the iconic mountain range had the driest December since record-keeping began over 150 years ago, and 2016 was the third year in a row with scarce snow over the Christmas period. A study published today in The Cryosphere, a journal of the European Geosciences Union, shows bare Alpine slopes could be a much more common sight in the future.

Klimawandel gefährdet Heuschrecken

     Vermehrte Dürren dezimieren Populationen des Sumpfgrashüpfers und führen zu genetischer Verdrängung

Climate: What did We Know and When Did We Know it?

Mittwoch, 15. Februar 2017

Das fossile Zwergkrokodil aus dem Harz: Entdeckung einer neuen Gattung

Ein Forscherteam vom Museum für Naturkunde Berlin und dem Landesmuseum Hannover hat eine neue Gattung und Art eines kleinen fossilen Krokodils aus der Gruppe der Atoposauriden beschrieben, die eine Vorfahrengruppe für die modernen Krokodile darstellen. Der hier neu beschriebene Knoetschkesuchus aus dem Harz lebte zusammen mit kleinwüchsigen Dinosauriern auf einer Insel im Jurameer und war nahe verwandt mit einem Jura-Krokodil aus Portugal.

Rain rain go away … are we ready for our future flood risk?

The Coldest Decade of the Millennium? How the cold 1430s led to famine and disease

     A team of international researchers has looked into climate data and historical archives to find out more about the extraordinary climate of the 1430s and how it impacted societies in northwestern and central Europe. Their results are published in Climate of the Past, a journal of the European Geosciences Union.

Dienstag, 14. Februar 2017

Montag, 13. Februar 2017

Wenn dem Meeresboden der Atem stockt: Zeitweiliger Sauerstoffmangel hat jahrzehntelang Auswirkungen

     Periodische Schwankungen im Sauerstoffgehalt des Bodenwassers können den Kohlenstoffspeicher im Meeresboden und seine Bewohner auf Jahrzehnte verändern. Das zeigt eine neue Untersuchung im Schwarzen Meer, die nun in der Fachzeitschrift Science Advances erscheint. Die Ergebnisse sind besonders bedeutsam, da Sauerstoff in immer größeren Bereichen der Meere Mangelware ist.

How One Brilliant Woman Mapped the Secrets of the Ocean Floor | Short Film Showcase

Simon's Cat - Looking for Love (A Valentine's Collection)

Ein frischer Blick auf die Evolution des Pferdes

     Veränderungen in der Umwelt und in Ökosystemen waren in den vergangenen 20 Millionen Jahren die treibende Kraft hinter der Evolution der Pferde. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie eines Paläontologenteams aus Spanien und Argentinien, u.a. Juan L. Cantalapietra, Humboldt Fellow am Museum für Naturkunde Berlin, die jetzt in Science veröffentlicht wird. Das Forscherteam untersuchte 140 Pferdearten, die größtenteils ausgestorben sind. Es fasste Jahrzehnte der Erforschung der fossilen Entwicklung dieser populären Säugetiergruppe zusammen.

Kalte Platten und heiße Schmelzen

     Die Bewegung von Erdplatten prägt das Gesicht unserer Erde. Dort wo eine Erdplatte unter eine andere abtaucht, entstehen Vulkane und erschüttern Erdbeben den Untergrund. Beispiele für solche sogenannten Subduktionszonen liegen vor der Küste von Indonesien, Chile und Japan. Doch wie genau beginnt dieser Prozess? Im Rahmen des International Ocean Discovery Program konnte ein internationales Wissenschaftsteam 2014 erstmals den Ursprung einer Subduktionszone erbohren und untersuchen. Das Team veröffentlicht seine Daten jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters.

Freitag, 10. Februar 2017

Donnerstag, 9. Februar 2017

Unlocking an Impact Crater's Clues

Meeresbergbau rückt näher an die Küste - Kieler Forscher richten Fokus auf Schelfgebiete

     Meeresbergbau in der Tiefsee ist technisch sehr aufwändig und ist wirtschaftlich gegenwärtig kaum rentabel. Küstennahe Lagerstätten auf dem flachen, zugänglicheren Festlandsockel könnten aber in Zukunft beitragen, die steigende Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen zu befriedigen. Zu diesem Schluss kommt eine Gruppe von Forschenden vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel in einem Beitrag im internationalen Fachmagazin Nature Geoscience.

Überraschung am Lava-Plateau

     Was spielt sich im Erdinneren ab, wenn sich Vulkane bilden und Erdplatten bewegen? Um diese Fragen zu beantworten, ist die Forschung auf Spuren der Prozesse auf der Erdoberfläche angewiesen. Doch ihre Auswertung ist sehr kompliziert. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel konnten jetzt nachweisen, dass die bisher gültige Zuordnung einiger Gesteinstypen zu bestimmten Formen des Vulkanismus nicht eindeutig ist. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

Nuclear explosions could tell us why the moon has no water

Mittwoch, 8. Februar 2017

2017 January Evening Public Lecture — Unusual Sources of Tsunamis From Krakatoa to Monterey Bay

Dinosaurier: Kind, Erwachsener oder Greis?

     Wie alt wurden Dinosaurier? Diese Frage ist bislang weitgehend unbeantwortet. Dabei interessiert die Wissenschaft die natürliche Lebensspanne der längst ausgestorbenen Giganten. Damit verknüpft ist zum Beispiel auch die Frage, wie schnell insbesondere die Sauropoden als größte landlebende Tiere an Gewicht zulegten und wie sehr sie dafür auf die Ressourcen ihres Lebensraumes zurückgreifen mussten. Paläontologen der Universitäten Bonn schätzen anhand der Knochenstruktur ein, ob es sich bei einem bestimmten Dinosaurier-Fossil um ein junges, ausgewachsenes oder stark gealtertes Tier handelt. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Paleobiology“ erschienen.

Freitag, 27. Januar 2017

Wasser gelangte früher auf die Erde / "Nature": Studienergebnisse widersprechen "Kometen-Hypothese"

     Gelangte das Wasser bereits früh während der Erdentwicklung auf die Erde oder erst später durch Einschläge von Kometen? Beide Hypothesen werden diskutiert. Planetologen der WWU haben nun durch Isotopenmessungen gezeigt: Das Wasser muss früh auf die Erde gekommen sein. Die Studie ist in "Nature" veröffentlicht.

Auf dem Tiefsee-Holzweg: Ein versunkener Baumstamm als vielfältiger und dynamischer Lebensraum

     Die Tiefsee ist ein gewaltiger, scheinbar lebensfeindlicher Ort, durchbrochen nur von vereinzelten Oasen des Lebens. Solche Oasen entstehen beispielsweise, wenn Holzstämme auf den Meeresboden sinken, so genannte wood falls, wo sie für begrenzte Zeit reichhaltiges Leben erlauben. Eine neue Untersuchung von Wissenschaftlern des Bremer Max-Planck-Instituts wirft einen genauen Blick auf die Bewohner solcher wood falls und wie sie ihre Umgebung beeinflussen. Die Forscher zeigen, dass die versunkenen Stämme hochdynamische Lebensräume bilden und sehr wichtig für die Vielfalt und Verbreitung von Tieren ebenso wie Bakterien sind.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Süditalien: Aktive Plattengrenze birgt Erdbebengefahr

     Internationales Forschungsteam veröffentlicht neueste Meeresbodenkartierungen
Der Mittelmeerraum ist tektonisch äußerst aktiv und damit von Naturkatastrophen bedroht. Das zeigen die jüngsten Erdbeben in Mittelitalien auf eindringliche Weise. Ein internationales Wissenschaftsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat in den vergangenen Jahren intensiv den Meeresboden südlich von Sizilien und Kalabrien untersucht. Wie das Team jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht, haben sie dabei Spuren einer aktiven Erdplattengrenze gefunden, die ebenfalls starke Beben hervorrufen kann.

Deep geothermal energy in public dialogue

Technical innovations can only be successful if they are supported by the general public. Early, comprehensive and transparent communication with the public is also indispensable for planning, constructing and operating plants for utilising renewable energies. The new BINE Projektinfo brochure entitled "Communication concept for deep geothermal energy" (17/2016) presents successful public relations theory and practice for geothermal energy plants. It provides operators and participating companies with numerous practical ideas and suggestions.
Communication concept developed for operators and companies

Dienstag, 24. Januar 2017

Internationales Forschungsteam beschreibt Entwicklung der Ozeanströmungen

Der Golfstrom transportiert so viel Wärmeenergie über den Atlantik Richtung Nordosten, dass in Irland Palmen gedeihen und in Nordnorwegen im Winter die Häfen eisfrei bleiben. So wie er haben alle Ozeanströmungen großen Einfluss auf das globale Klima. Doch seit wann funktioniert dieses System so, wie wir es heute kennen? Und wie hat es sich dahin entwickelt? Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlich jetzt neue Erkenntnisse dazu in der internationalen Fachzeitschrift Scientific Reports.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Geothermie: Den Sommer im Winter ernten

     Abwärme im Boden zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abrufen: So lautet das Ziel des Projekts GeoSpeicher.bw, das das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordiniert. Ganz konkrete Projekte wie die Nutzung der Abwärme eines Schwimmbads, die Kälte- und Wärmeversorgung eines Klinikums oder auch für das Elefantenhaus der Wilhelma in Stuttgart stehen auf dem Plan. Das Umweltministerium Baden-Württembergs bewilligte rund 880.000 Euro, um an acht Standorten das Potenzial der geothermischen Wärmespeicherung wissenschaftlich zu bewerten.

Wenn Stillen auf die Hörner geht - 45.000 Jahre alte Mangelerscheinung bei Bisonkuh entdeckt

Erstmalig hat Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Ralf-Dietrich Kahlke gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern nachgewiesen, dass Trächtigkeit und Säugen bei einem wildlebenden Pflanzenfresser zu gravierenden Mangelerscheinungen führen können. Das Wissenschaftlerteam fand entsprechende Indizien an einem etwa 45.000 Jahre alten Hornzapfen einer eiszeitlichen Bisonkuh. Bisher war Knochenabbau an Hornzapfen durch Stoffwechselbelastungen nur von Nutztieren bekannt. Die Studie wurde kürzlich im Fachjournal „International Journal of Paleopathology“ veröffentlicht.

EAGE Student E-Lecture: “Chasing Channel Sands”, by Peter Lloyd

Montag, 16. Januar 2017

Wasser- der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?

     Aktuell nimmt die Landoberfläche etwa ein Viertel der anthropogenen Kohlendioxidemissionen aus der Atmosphäre wieder auf. Ob die Aufnahmefähigkeit dieser Kohlenstoffsenke erhalten bleibt und wie sie sich zukünftig weiterentwickeln wird, ist ungewiss. Wie sie reguliert wird, konnte nun eine Forschergruppe unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie näher beleuchten: Global gesehen werden jährliche Schwankungen der Kohlenstoffsenke vornehmlich durch die Temperatur bestimmt. Blickt man aber auf die lokale Ebene, so ist die Wasserverfügbarkeit der dominierende Faktor.

Donnerstag, 12. Januar 2017

Schadstoffe in Wasser & Boden: Uni Hohenheim beteiligt sich an neuem Sonderforschungsbereich

     Feldstudien und Computersimulationen als Schwerpunkt: DFG bewilligt SFB CAMPOS (SFB 1253) unter Federführung der Uni Tübingen / Start im Jan. 2017

Ein versteinerter Trilobit erzählt eine spannende Geschichte vom Überleben im Paläozoikum

     Der Angriff eines räuberischen Tintenfischs, schwere Verletzungen am Kopf und Auge, der verzweifelte Kampf ums Überleben – all das liest Privatdozentin Dr. Brigitte Schoenemann aus den Überresten eines Tieres. Vor 465 Millionen Jahren versteinert der Trilobit, den die Kölner Biologin vom Zoologischen Institut und Institut für Biologiedidaktik nun untersuchte.

Montag, 9. Januar 2017

Änderungen des Meeresspiegels unterschätzt

     Eine neue Studie der Universität Siegen zeigt, dass der Einfluss auf Sturmflut- und Wellenhöhen in Zukunft stärker ist als gedacht – und die Planungshöhen von Schutzbauwerken wie Deichen deshalb möglicherweise überdacht werden sollten.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Studie belegt: Klimawandel könnte starken Meeresspiegelanstieg auslösen

     Vor rund 15.000 Jahren kam es im Ozean rund um die Antarktis zu einem abrupten Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern. Ein Ereignis, das sich wiederholen könnte. Darüber berichtet ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung der Universität Bonn jetzt im Wissenschaftsmagazin Nature Scientific Reports.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Jeff’s Earth - 4K

Montag, 2. Januar 2017

Research Blogging Awards 2010 Winner!
 
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